Gastbeitrag

Herausforderung
Zukunft.

Heraus-forderung
Zukunft.

Europäischer Green Deal
Gastbeitrag
von Frau Prof. Dr. Petra Schneider,
Hochschule Magdeburg-Stendal

Der Bodenschutz sowie der Umgang mit kontaminierten Standorten zählen in Deutschland und Europa zu den zentralen umweltpolitischen Herausforderungen. Böden sind von hoher Bedeutung für Klimaschutz, Biodiversität, Wasserhaushalt und Ernährungssicherheit.

Vor diesem Hintergrund kommt dem Europäischen Green Deal, als strategischem Rahmen für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz, eine Schlüsselrolle zu. Er stärkt die integrierte Betrachtung von Boden, Wasser und Biodiversität und verleiht damit der Altlastensanierung und Flächenrevitalisierung eine neue Bedeutung.

Der 2019 verabschiedete Europäische Green Deal verfolgt das Ziel, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. Zentrale Handlungsfelder sind Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, eine schadstofffreie Umwelt und der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. Erstmals rückt dabei der Boden systematisch in den Fokus europäischer Umweltpolitik. Nach Angaben der EU-Kommission gelten rund 70 % der europäischen Böden als degradiert, unter anderem infolge von Schadstoffbelastungen, Flächenversiegelung, intensiver Nutzung und Altlasten.

Ein wesentlicher Bestandteil des Green Deal ist die EU-Bodenstrategie für 2030 mit der Vision gesunder Böden bis 2050. Bodengesundheit wird als chemisch, physikalisch und biologisch stabiler Zustand definiert, der Bodenfunktionen und Ökosystemleistungen langfristig sichert. Die Sanierung belasteter Böden und die Wiederherstellung geschädigter Flächen werden dabei ausdrücklich als Schlüsselmaßnahmen benannt. Altlastensanierung wird damit nicht mehr nur als Gefahrenabwehr verstanden, sondern in einen umfassenden Nachhaltigkeits- und Ökosystemansatz eingebettet.

Zentral für die Umsetzung ist die neue EU-Richtlinie 2025/2360 zur Bodenüberwachung und Resilienz, welche im Dezember 2025 in Kraft getreten ist.
Vorgesehen sind einheitliche Bewertungsstandards, Indikatoren zur Bodengesundheit sowie eine regelmäßige Berichterstattung. Belastete Standorte sollen risikobasiert erfasst und in verbindlichen Registern dokumentiert werden. Für die Altlastenpraxis bedeutet dies mehr Standardisierung, Transparenz und eine stärkere Verzahnung von Vorsorge, Monitoring und Sanierung, insbesondere im Hinblick auf neue Schadstoffe wie PFAS.

Ergänzend verfolgt der Zero-Pollution-Aktionsplan das Ziel einer schadstofffreien Umwelt bis 2050 und bezieht auch Altlastenstandorte ein. Sanierungsziele orientieren sich zunehmend an langfristigen Umwelt- und Gesundheitswirkungen.
Zudem fördert der Green Deal im Rahmen der Industrie- und Kreislaufwirtschaftsstrategie das Flächenrecycling zur Reduzierung des Flächenverbrauchs.
Die EU-Verordnung 2024/1991 zur Wiederherstellung der Natur setzt erstmals verbindliche Ziele zur Renaturierung geschädigter Ökosysteme und eröffnet neue Perspektiven für die nachhaltige Nutzung revitalisierter Altlastenflächen.

Der Europäische Green Deal schafft damit einen neuen strategischen Rahmen für Bodenschutz, Altlastensanierung und Flächenrevitalisierung. Die Herausforderungen liegen vor allem in der nationalen Umsetzung und der Weiterentwicklung des Bodenschutzrechts. Zugleich eröffnet sich die Chance, Altlasten als Potenzial für nachhaltige Raumentwicklung, Klimaschutz und ökologische Wiederherstellung zu nutzen.

Fokus

Praxis und Forschung verbinden.

Die Hochschule Magdeburg‑Stendal vereint an ihren Standorten in Magdeburg und Stendal praxisnahe Lehre, innovative Forschung und gesellschaftliche Verantwortung. Mit rund 50 Studiengängen in fünf Fachbereichen profitieren Studierende von kleinen Gruppen, intensiver Betreuung und der direkten Verbindung von Theorie und Praxis.

Am Campus Magdeburg stehen die Fachbereiche Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit, Ingenieurwissenschaften und Industriedesign sowie Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien im Fokus. Der Campus Stendal konzentriert sich auf Angewandte Humanwissenschaften und Wirtschaft. Modern ausgestattete Labore, praxisnahe Projekte und Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen eröffnen vielfältige Möglichkeiten für eine fundierte Ausbildung, wertvolle Praxiserfahrung und einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Kontext

Zukunft für Wasser
und Umwelt formen.

Am Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit (WUBS) der Hochschule Magdeburg-Stendal lernen Studierende, wie Wasserressourcen nachhaltig geschützt, Ökosysteme erhalten und ökologische Herausforderungen gemeistert werden können. Theorie, modernste Technik und angewandte Forschungsprojekte werden hier eng miteinander verknüpft. Das Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie ist das am Fachbereich WUBS angesiedelte Forschungsinstitut.

In kleinen Gruppen erhalten Studierende intensive Betreuung und arbeiten direkt mit Experten aus Forschung und Praxis zusammen. Nachhaltigkeit, innovative Lösungen und interdisziplinäres Denken stehen im Mittelpunkt. Absolventen verfügen über exzellente Fachkompetenzen und ein starkes Netzwerk, das den Einstieg in vielfältige Berufsfelder der Wasserwirtschaft, Ingenieurökologie und verwandten Umweltthemen sowie Forschung und Verwaltung erleichtert.

Der Bodenschutz sowie der Umgang mit kontaminierten Standorten zählen in Deutschland und Europa zu den zentralen umweltpolitischen Herausforderungen. Böden sind von hoher Bedeutung für Klimaschutz, Biodiversität, Wasserhaushalt und Ernährungssicherheit.

Vor diesem Hintergrund kommt dem Europäischen Green Deal, als strategischem Rahmen für Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz, eine Schlüsselrolle zu. Er stärkt die integrierte Betrachtung von Boden, Wasser und Biodiversität und verleiht damit der Altlastensanierung und Flächenrevitalisierung eine neue Bedeutung.

Der 2019 verabschiedete Europäische Green Deal verfolgt das Ziel, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen. Zentrale Handlungsfelder sind Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, eine schadstofffreie Umwelt und der Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. Erstmals rückt dabei der Boden systematisch in den Fokus europäischer Umweltpolitik. Nach Angaben der EU-Kommission gelten rund 70 % der europäischen Böden als degradiert, unter anderem infolge von Schadstoffbelastungen, Flächenversiegelung, intensiver Nutzung und Altlasten.

Ein wesentlicher Bestandteil des Green Deal ist die EU-Bodenstrategie für 2030 mit der Vision gesunder Böden bis 2050. Bodengesundheit wird als chemisch, physikalisch und biologisch stabiler Zustand definiert, der Bodenfunktionen und Ökosystemleistungen langfristig sichert. Die Sanierung belasteter Böden und die Wiederherstellung geschädigter Flächen werden dabei ausdrücklich als Schlüsselmaßnahmen benannt. Altlastensanierung wird damit nicht mehr nur als Gefahrenabwehr verstanden, sondern in einen umfassenden Nachhaltigkeits- und Ökosystemansatz eingebettet.

Fokus

Praxis und Forschung verbinden.

Die Hochschule Magdeburg‑Stendal vereint an ihren Standorten in Magdeburg und Stendal praxisnahe Lehre, innovative Forschung und gesellschaftliche Verantwortung. Mit rund 50 Studiengängen in fünf Fachbereichen profitieren Studierende von kleinen Gruppen, intensiver Betreuung und der direkten Verbindung von Theorie und Praxis.

Am Campus Magdeburg stehen die Fachbereiche Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit, Ingenieurwissenschaften und Industriedesign sowie Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien im Fokus. Der Campus Stendal konzentriert sich auf Angewandte Humanwissenschaften und Wirtschaft. Modern ausgestattete Labore, praxisnahe Projekte und Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen eröffnen vielfältige Möglichkeiten für eine fundierte Ausbildung, wertvolle Praxiserfahrung und einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Zentral für die Umsetzung ist die neue EU-Richtlinie 2025/2360 zur Bodenüberwachung und Resilienz, welche im Dezember 2025 in Kraft getreten ist.
Vorgesehen sind einheitliche Bewertungsstandards, Indikatoren zur Bodengesundheit sowie eine regelmäßige Berichterstattung. Belastete Standorte sollen risikobasiert erfasst und in verbindlichen Registern dokumentiert werden. Für die Altlastenpraxis bedeutet dies mehr Standardisierung, Transparenz und eine stärkere Verzahnung von Vorsorge, Monitoring und Sanierung, insbesondere im Hinblick auf neue Schadstoffe wie PFAS.

Ergänzend verfolgt der Zero-Pollution-Aktionsplan das Ziel einer schadstofffreien Umwelt bis 2050 und bezieht auch Altlastenstandorte ein. Sanierungsziele orientieren sich zunehmend an langfristigen Umwelt- und Gesundheitswirkungen.
Zudem fördert der Green Deal im Rahmen der Industrie- und Kreislaufwirtschaftsstrategie das Flächenrecycling zur Reduzierung des Flächenverbrauchs. Die EU-Verordnung 2024/1991 zur Wiederherstellung der Natur setzt erstmals verbindliche Ziele zur Renaturierung geschädigter Ökosysteme und eröffnet neue Perspektiven für die nachhaltige Nutzung revitalisierter Altlastenflächen.

Der Europäische Green Deal schafft damit einen neuen strategischen Rahmen für Bodenschutz, Altlastensanierung und Flächenrevitalisierung. Die Herausforderungen liegen vor allem in der nationalen Umsetzung und der Weiterentwicklung des Bodenschutzrechts. Zugleich eröffnet sich die Chance, Altlasten als Potenzial für nachhaltige Raumentwicklung, Klimaschutz und ökologische Wiederherstellung zu nutzen.

Kontext

Zukunft für Wasser
und Umwelt formen.

Am Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit (WUBS) der Hochschule Magdeburg-Stendal lernen Studierende, wie Wasserressourcen nachhaltig geschützt, Ökosysteme erhalten und ökologische Herausforderungen gemeistert werden können. Theorie, modernste Technik und angewandte Forschungsprojekte werden hier eng miteinander verknüpft. Das Institut für Wasserwirtschaft und Ökotechnologie ist das am Fachbereich WUBS angesiedelte Forschungsinstitut.

In kleinen Gruppen erhalten Studierende intensive Betreuung und arbeiten direkt mit Experten aus Forschung und Praxis zusammen. Nachhaltigkeit, innovative Lösungen und interdisziplinäres Denken stehen im Mittelpunkt. Absolventen verfügen über exzellente Fachkompetenzen und ein starkes Netzwerk, das den Einstieg in vielfältige Berufsfelder der Wasserwirtschaft, Ingenieurökologie und verwandten Umweltthemen sowie Forschung und Verwaltung erleichtert.

Rechtssicher:

Bodenschutz

Die ökologische und ökonomische Nutzbarkeit von freigestellte Flächen unterliegen dem Bodenschutzrecht. Die LAF wirkt hier zum einen als Fachbehörde, die Altlastensanierung konzipiert und managt. Zum anderen ist sie Träger öffentlicher Belange in Genehmigungsverfahren, agiert also als Boden-schutzbehörde. Dieses Zusammenspiel sorgt für Rechtssicherheit im Sinne des Bodenschutzes und für nachhaltige Nutzbarkeit ehemals belasteter Standorte. Verbesserte Umweltqualität sowie gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen sind zu erreichende Ziele.
Permanent:

Technische Sicherung

Zum Schutz von Mensch, Boden, Luft und Wasser gehört die Auswahl wirksamer und effizienter Sanierungsmaßnahmen zum Portfolio der LAF-Aufgaben. Für die Sicherung ist die richtige Technologie anzuwenden. Der Erfahrungsschatz der LAF, aber auch die permanente Entwicklung gemeinsam mit Forschungseinrichtungen sind Sicherheitsgaranten für die Umsetzung von Maßnahmen nach dem Stand der Technik.

Risikobereit:

Freistellung

Investoren scheuen altlastenbedingte Risiken auch bei Standorten mit bester Infrastruktur, weil sie zur Beseitigung teilweise unkalkulierbarer Belastungen verpflichtet wären. Eine Freistellung von diesen Risiken und ihren Kosten lässt Unternehmen sorgenfreier auf kontaminierten Arealen investieren, was Landwirtschafts- und Forstflächen schont, Arbeitsplätze bringt und Wirtschaftskraft stärkt.
Unabhängig:

Sondervermögen

Basis und solide Grundlage der Altlastenfreistellung in Sachsen-Anhalt ist das Sondervermögen. Mit dem Generalvertrag verpflichtete sich der Bund zu einem einmaligen Beitrag von 1 Mrd. Euro und das Land zu 21 Mio. Euro jährlich. Dazu kommen Zinserträge. Die LAF bewirtschaftet das ausschließlich für Freistellungen zweckgebundene Sondervermögen. Komplett unabhängig von Landeshaushalt und Legislaturperioden bietet das vorhandene Vermögen Planungssicherheit für alle entsprechenden Maßnahmen bis hin zu „Ewigkeitsaufgaben“.