Netzwerke

Zukunft zusammen
tragen.

Netzwerke

am Beispiel:
NATUREM

NATUREM zeigt, wie stark Netzwerke wirken: Die LAF bringt ihre LINDANET-Erfahrung in den internationalen Austausch ein und treibt naturnahe Sanierung in der Muldeaue voran. Eine regionale Stakeholdergruppe macht Ergebnisse praxistauglich.

Das EU-Projekt NATUREM ist Sinnbild für die Bedeutung von Netzwerken für eine erfolgreiche Projektumsetzung. Als Projektpartner bringt sich die LAF – aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt LINDANET – in den internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu nachhaltigen Sanierungsansätzen ein. Im Fokus des LAF-Beitrags steht die Weiterentwicklung des Auenmanagements am Beispiel der Muldeaue, in dem naturnahe Sanierungsansätze einen wichtigen Baustein zur langfristig wirksamen und ressourcenschonenden Behandlung belasteter Standorte liefern sollen. Der Austausch mit internationalen Partnern hat sich bereits in der Vergangenheit als zielführend und bereichernd erwiesen und unterstützt die Übertragung guter Praxis in die Umsetzung.

Neben der europäischen Vernetzung ist für die LAF insbesondere die Fortführung der Arbeiten auf regionaler Ebene zentral. Hier spielt die Stakeholder Gruppe eine Schlüsselrolle: Sie bündelt relevante Akteure, stärkt die Abstimmung zwischen Praxis, Verwaltung und Fachöffentlichkeit und sorgt dafür, dass Erkenntnisse aus dem Projekt in die Breite getragen und in bestehende Instrumente integriert werden können. NATUREM läuft vom 01.05.2025 bis 31.07.2029, umfasst 10 internationale Projektpartner und verfügt über ein Budget von 1.932.066 EUR.

Ein wichtiger erster Meilenstein war die Auftaktveranstaltung in Magdeburg. Vom 16. bis 18. September 2025 war die LAF gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Gastgeberin des ersten International Exchange of Experience. An drei Tagen wurde gezielt der Austausch der Partnerregionen zu Standortkenntnissen, Kontaminationsmanagement, regionalen Rahmenbedingungen sowie Erfahrungen mit nachhaltigen Sanierungsmethoden initiiert. Als Highlight wurde das Ökologische Großprojekt Bitterfeld-Wolfen besucht. Hier hatten die internationalen Teilnehmer die Möglichkeit, die Herausforderung eines Großstandorts und die erfolgreichen Lösungsstrategien des Partners aus Sachsen-Anhalt mit eigenen Augen zu sehen.

Herausforderung: Persistente Organische Schadstoffe (POPs) haben noch Jahrzehnte nach Produktionsende und Eintrag in die Umwelt negative Auswirkungen auf Lebewesen, Nutzflächen, das Grundwasser sowie Flüsse und ihre Auen. Klassische Sanierungsverfahren kommen auf Grund der ubiquitären Verteilung der Schadstoffe schnell an ihre Grenzen.

Ziel: Die Entwicklung naturnaher, alternativer Sanierungsansätze in Fällen, in denen klassische Methoden nicht anwendbar sind.

Nutzen: Die LAF profitiert von der Erfahrung internationaler Partner und schafft gleichzeitig eine regionale Stakeholder-Gruppe für den Wissenstransfer auf lokaler Ebene sowie zur Entwicklung von Pilotprojekten.

Partner: Teil des Interreg-Netzwerkes sind internationale Partner aus den EU-Ländern Spanien, Frankreich, Tschechien, Finnland, Luxemburg, Bulgarien sowie den Beitrittskandidaten Nordmazedonien und Albanien. Regionale Akteure aus den betroffenen Landkreisen, Wirtschaft, Landwirtschaft, zuständigen Behörden sowie Vertreter aus den Fachämtern des Landes.

Rechtssicher:

Bodenschutz

Die ökologische und ökonomische Nutzbarkeit von freigestellte Flächen unterliegen dem Bodenschutzrecht. Die LAF wirkt hier zum einen als Fachbehörde, die Altlastensanierung konzipiert und managt. Zum anderen ist sie Träger öffentlicher Belange in Genehmigungsverfahren, agiert also als Boden-schutzbehörde. Dieses Zusammenspiel sorgt für Rechtssicherheit im Sinne des Bodenschutzes und für nachhaltige Nutzbarkeit ehemals belasteter Standorte. Verbesserte Umweltqualität sowie gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungen sind zu erreichende Ziele.
Permanent:

Technische Sicherung

Zum Schutz von Mensch, Boden, Luft und Wasser gehört die Auswahl wirksamer und effizienter Sanierungsmaßnahmen zum Portfolio der LAF-Aufgaben. Für die Sicherung ist die richtige Technologie anzuwenden. Der Erfahrungsschatz der LAF, aber auch die permanente Entwicklung gemeinsam mit Forschungseinrichtungen sind Sicherheitsgaranten für die Umsetzung von Maßnahmen nach dem Stand der Technik.

Risikobereit:

Freistellung

Investoren scheuen altlastenbedingte Risiken auch bei Standorten mit bester Infrastruktur, weil sie zur Beseitigung teilweise unkalkulierbarer Belastungen verpflichtet wären. Eine Freistellung von diesen Risiken und ihren Kosten lässt Unternehmen sorgenfreier auf kontaminierten Arealen investieren, was Landwirtschafts- und Forstflächen schont, Arbeitsplätze bringt und Wirtschaftskraft stärkt.
Unabhängig:

Sondervermögen

Basis und solide Grundlage der Altlastenfreistellung in Sachsen-Anhalt ist das Sondervermögen. Mit dem Generalvertrag verpflichtete sich der Bund zu einem einmaligen Beitrag von 1 Mrd. Euro und das Land zu 21 Mio. Euro jährlich. Dazu kommen Zinserträge. Die LAF bewirtschaftet das ausschließlich für Freistellungen zweckgebundene Sondervermögen. Komplett unabhängig von Landeshaushalt und Legislaturperioden bietet das vorhandene Vermögen Planungssicherheit für alle entsprechenden Maßnahmen bis hin zu „Ewigkeitsaufgaben“.